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Appaloosa Turnier Eiken 2010

Wie jedes Jahr fand am Pfingstmontag ein Appaloosa Turnier in Eiken statt. Dieses Jahr war ich zum ersten Mal gleichzeitig auch als OK-Präsidentin Bindeglied zwischen Helfer und Vorstand. Nach einer durchgearbeiteten Nacht ohne auch nur eine Minute zu schlafen, dachte ich zuerst daran, zu hause zu bleiben, da der Abgabetermin für meine Masterarbeit am Dienstag war und noch einige Passagen fehlten. Ich fühlte mich jedoch verpflichtet, physisch vor Ort zu sein. Auch hatte ich 6 Prüfungen gemeldet und wollte dieses Jahr mit Nadir nochmals aktiv an unseren Turnieren mitreiten. Also hiess es um 5 Uhr morgens Nadir parat machen und losfahren. Damit er für die Halterklassen auch genug sauber war, hatte ich ihn am Vortag in Mooslarge nach dem Turnier noch gründlich shampooniert und eingepackt.
Ich war David so dankbar, dass er sich als treuer Helfer mitwirkte. Da wir wie jedes Jahr knapp an freiwilligen Helfern aus dem Verein waren, erledigte er gleich 3 unterschiedliche Jobs gleichzeitig, wo in den Vorjahren jeweils 3 Personen nötig waren (Doorman, Parcourbauer und Ehrendame-Support). Am Vortag hatte er auch noch die Speakeranlage montiert.
Ich selbst ging das Turnier ganz anders an als sonst. Wenn ich sonst auf Turniere fahre, so schaue ich, dass jedes Detail stimmt und Nadir möglichst perfekte Bedingungen hat und er bei Laune bleibt. An diesem Turnier aber musste ich in jeder freien Minute an meiner Arbeit schreiben. Dazu schloss ich mich jeweils mit meinem Laptop in einem Kämmerchen der Reithalle ein. David übernahm für mich jeweils alle wichtigen Entscheidungen, die während dem Turnierablauf aufkamen (z.B. wo die Samariter sich hinsetzen sollen ;-) . Jeweils 10 Minuten vor meinen Prüfungen ging ich Nadir aus dem Hänger holen und wärmte ihn etwas auf. Nach jeder Prüfung ging’s dann auch immer wieder schnurstraks in den Hänger zurück, wo er dann wieder mit Sattel etc. “geparkt” wurde, damit ich mich meiner Arbeit widmen konnte.
Dass Nadir an diesem Turnier dennoch so gut mitgeholfen hat, bin ich ihm MEGA dankbar. Ich habe wieder Mal auf’s Neue festgestellt, was für ein super Pferd ich da habe!

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Am Ende des Tages erhielt ich dann vom Assistenten der Ehrendame ;-) die blaue Schleife für’s Reining und die grosse violette Schleife für den Allaround Titel. Die Reserve Allaround Schleife erhielt Ronja Schmid.
Im Nachhinein habe ich aber aufgrund der Ranglisten festgestellt, dass Ronja und ich Punktgleich waren, und dass das Showoffice wahrscheinlich einen Rechenfehler machte… Jedenfalls würde ich es Ronja irrsinnig gönnen, wenn sie die Schleife erhalten hätte (soweit ich weiss, wäre das für sie ein Novum, für mich hingegen schon das vierte Mal beim ApHCS). Ich werde das mit ihr noch in Ordnung bringen. Sie wird sich bestimmt freuen!

Swiss Slide 2010

An Pfingsten waren wir wieder in Mooslargue. Insbesonders Sarah war nicht allzu gut vorbereitet da ihr Abgabetermin für die Masterarbeit am daraufolgenden Dienstag bevorstand. Somit verbrachte Sarah auch in Mooslargue jede freie Minute im Hotel am Laptop um Ihrer Arbeit noch den letzten Schliff zu verleihen. Wir waren wieder am Freitag auf das Jackpot Non Pro angereist wie schon an Ostern. Dabei haben wir auch gleich wieder zwei Nuller abgeholt. Sarah lief’s nicht schlecht, am Schluss hies es aber doch Zero, es waren halt fünf Spins. Ich wollte die Spins möglichst besser machen als letztes mal, Berny machte die Sache auch so gut das ich prompt auch 5 Spins machte. Ich selber habe es natürlich nicht gemerkt. Monika hat mir reingerufen dass es eh schon ein Nuller sei, somit konnte ich dann einen guten Schulungsritt absolvieren. Am Abend war ich noch in der Halle. Dabei musste ich leider feststellen, dass ich keinen vernünftigen Stopp mehr zustande brachte. Monika schaute zum Glück noch kurz rein und hat mir geholfen, danach klappte es immerhin wieder einigermassen.
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Am nächsten Morgen stand das Green Reiner auf dem Programm als erste Prüfung des Tages um 08:00. Und ich war auch gleich der erste auf der Startliste. Ich bin extra recht früh aufgestanden damit ich auch genügend Zeit zum abreiten hatte. Berny war schon quasi bereit, nur noch Sattel drauf und Hufe auskratzen… Aber shit… Ein Slider fehlt. Da blieb mir nichts anderes übrig als kurzerhand das Köfferchen mit dem Hufwerkzeug aus dem Auto zu holen und einen neuen Slider drauf zu machen. Das Mühsamste daran war dannach die Nägel komplett runter zu feilen (ein Tipp: einfacher gehts wenn man die Nägel zuerst etwas runterfeilt und sie dannach erst reinhaut, dann gibts weniger zu feilen am Huf). Jedenfalls war dann natürlich nichts mehr mit ausgibig abreiten. In der Prüfung lief es aber gar nicht so schlecht. Die Spins wollte ich wieder möglichst gut machen, die Quittung vom schnelleren Drehen war dann aber dass ich auf bedie Seiten überdrehte und damit je einen halben Punkt Penatly kassiere. Auf eine Null beim Manöverscore hat’s trotzdem nicht gereicht.. Jedoch waren die Richter einiges strenger als an Ostern und eventuell hätten sie mir sogar eine -1 bei den Spins verpasst wenn ich langsamer gedreht hätte. Die Stopps gingen wie schon am Vorabend nur mässig und der belgische Reichter hat mir doch drei mal eine -1/2 gegeben :-( . Es gab somit nur eine 132 was Rang 4 bedeutete. Nadir ist sehr schön gelaufen und hat eigentlich alles richtig gemacht, nur als er bei einem Wechsel nicht ganz flach gewechselt hat und der Hintern etwas hochkam meinte Sarah er habe gekickt. Sie hat ihn dann korrigiert und geschult. Auf dem Video konnten wir aber dann sehen dass er definitiv nicht geckickt hat und sie somit Nadir ungerechtfertigt korrigiert hat. Es war auch sehr schade für den schönen Ritt, denn somit gab es natürlich eine Null.
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Der beligische Richter wollte vor allem eines sehen: Speed. Bei zu wenig Tempo gab er immer -1/2 und niemals 0. Somit habe ich mir für das Rookie vom Sonntag vorgenommen mal richtig Vollgas zu gehen. Die Spins waren dann aber nicht gut und bei einem habe ich doch fast einen Viertel unterspint, sowas ist mir noch nie passiert… Das gab natürlich gleich -1 Penalty. Es war Pattern 6 somit konnte man nach den Spins alles an einem Stück durchziehen. Schon beim abreiten hab ich recht Gas gegeben auf den Zirkeln und das machte ich jetzt auch in der Prüfung genau gleich. Es war einfach echt geil! Berny hat richtig mit der Hinterhand vorwäts geschoben. Dem belgischen Richter hat’s jedenfalls auch gefallen und er hat mir für beide Zirkel eine 0 gegeben. Nicole hat’s nicht ganz so gut gefallen, wahrscheinlich weil ich zwischendurch in der Mitte immer mal etwas steuern musste, sie gab mir die gewohnte -1/2. Die Stopps haben dann auch wieder gut geklappt, jedenfalls der erste und der letzte. Dafür gabs bei beiden Richtern jeweis eine 0. Was mir aber besonders gefallen hat, ist, dass ich nach dem Rollback ganz easy zurück gallopieren konnte obwohl wir sonst die ganze Zeit Vollgas gegeben haben. Es hat einfach riesen Spass gemacht, ich musste gleich das Video kaufen und hier auf die Homepage stellen. Jedenfalls werde ich ab jetzt immer so reiten. Es gab einen Score von 134 was für Platz 8 im Level 1 und Platz 4 im Level 2 reichte. Für Sarah gab’s immerhin auch noch einmal einen Score. Zwar nur eine 129.5 aber sie war ja eigentlich schon das ganze Wochenende nicht richtig bei der Sache und mehr auf Ihre Masterarbeit fokussiert. Die Bewertungen der Richter waren recht unterschiedlich, einmal 66 und einmal 63.5…
Nach der Prüfung haben wir kurzum unsere Sachen gepackt und sind nach Hause gefahren, um dann noch bei den Vorbereitungen für das Appaloosa Turnier zu helfen. Am nächsten Tag, dem Pfingsmontag, fand ja das Äppiturnier in Eiken statt. Es galt noch jede Menge Sachpreise, Pokale, Schleifen zu beschriften und sortieren. Sarah ist da ja auch noch verantwortlich gewesen als OK-Präsidentin!
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